22.12.2016 / Sessionsbericht / /

Liebe ist überall zu finden

Wie können wir einen Volksauftrag umsetzen, welcher zwar die Zuwanderung beschränken will, sich aber in Bezug auf die Weiterführung des bilateralen Wegs nicht ausspricht? Das Parlament hat es sich bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative deshalb nicht einfach gemacht. Verabschiedet wurde schliesslich eine Lösung, welche die Zuwanderung nicht beschränken wird und ausser einem administrativen Mehraufwand für Unternehmen nichts bringt. Aber wir sichern mit diesem Entscheid Horizon 2020 und das ist immerhin mal gut für unseren Forschungsstandort Schweiz. Wie sich die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur Zuwanderung und zur Zukunft der bilateralen Verträge stellen, werden wir vermutlich in einer kommenden Volksabstimmung sehen und das ist gut so.

Finden Sie übrigens auch, dass unsere Bundesrätin Doris Leuthard noch keinerlei Anzeichen von Ermüdungserscheinungen zeigt? Kein Wunder wurde sie in der Wintersession mit einem glanzvollen Ergebnis zum zweiten Mal zur Bundespräsidentin gewählt. Herzliche Gratulation!

Altersvorsorge, Abschaffung der Heiratsstrafe und der Krankenkassenprämien für Kinder und vieles andere mehr waren CVP-Themen, welche während der Wintersession die Gemüter erhitzten. Und eigentlich wollte ich in meinem Sessionsbericht über all diese Entscheidungen berichten. Aufgrund der sich überstürzenden Ereignisse in jüngster Zeit sind die Herausforderungen unseres Landes aber in den Hintergrund gerückt und ich möchte Ihnen andere Gedanken mit auf den Weg geben. Die Kriegssituation in Syrien bringt für so viele Menschen unsägliches Leid. Die hinterhältigen Terroranschläge gegen unsere westlichen Werte und Kultur treffen uns mitten ins Herz. Demokratien gehen verloren, Rechtsstaatlichkeit hat keinen Wert mehr und Menschenrechte werden mit Füssen getreten. Und dennoch ist Hass kein Rezept gegen all das Leid auf dieser Welt. Mit Hass konnte noch nie Frieden geschlossen werden. Unser CVP-Präsident schreibt in seinem letzten Artikel „In puncto“ über die Liebe: „Ich glaube, wer darauf achtet, wird feststellen können, dass Liebe tatsächlich überall zu finden ist.“ und endet mit „Es gibt genug Gründe, angesichts der weltpolitischen Lage deprimiert zu sein….Aber es gibt mehr Gründe, die Hoffnung nicht zu verlieren. Wir, unsere Gesellschaft, unsere Kultur, haben mehr zu bieten als Hass, Angst, Verzweiflung. Auch daran erinnert Weihnachten. Besonders jetzt.“

Mit diesen wahren Worten von Gerhard Pfister wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein ganz schönes Weihnachtsfest.

Ihre Elisabeth Schneider-Schneiter

Kontakt