25.11.2014 / Artikel / /

Wirtschaftsstandort Schweiz nicht schwächen – am Sonntag 3 x Nein

Liebe Mitglieder
Sehr geehrte Damen und Herren

Bitte vergessen Sie nicht, am Sonntag an die Urne zu gehen. Mit der Gold-Initiative, Ecopop und der Pauschalbesteuerungs-Initiative stehen drei Vorlagen zur Abstimmung, welche der Schweiz grossen Schaden zufügen könnten.

Das Erfolgsmodell Schweiz hat viele tragende Säulen. Ohne Zweifel sind aber drei Dinge wichtig: ein offener und flexibler Arbeitsmarkt, ein attraktives Steuersystem sowie eine unabhängige Nationalbank. Diese drei Säulen stehen am 30. November unter Beschuss.

Ecopop: Lichter löschen für Schweizer Wirtschaft
Mit der Ecopop-Initiative dürften künftig netto nur noch 16 000 Personen in die Schweiz einreisen. Heute ist es das Fünffache davon. Eine solch radikale Reduktion wäre angesichts der Demographie – es gibt in der Schweiz immer weniger arbeitstätige Menschen im Vergleich zu den Rentnern – und des bereits heute grassierenden Fachkräftemangels verheerend für unser Land. Kommt dazu, dass die Bestimmung, zehn Prozent der Entwicklungshilfe für die Geburtenplanung im Ausland einzusetzen, kurzsichtig und naiv ist. Anstelle von Kondomen braucht es nachhaltige Investitionen in Bildung und Gesundheit, so dass die Menschen in armen Staaten nicht mehr auf Kinder als Altersvorsorge angewiesen sind.

Pauschalbesteuerung: Kein Geld aus dem Fenster hinauswerfen
Die Initiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung ist ein Eigentor sondergleichen. Pauschalbesteuerte bezahlen heute Steuern im Umfang von rund einer Milliarde Franken, stützen 22 000 Arbeitsplätze und spenden jährlich 470 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke. Wird die Pauschalbesteuerung abgeschafft, werden diese Personen die Schweiz verlassen. Die Zeche bezahlt der Mittelstand, der für die Steuerausfälle aufkommen muss. Hauptleidtragende wären zudem die ländlichen Regionen und Berggebiete, welche heute überproportional viele Pauschalbesteuerte kennen.

Gold-Initiative: Widersinniger Goldrausch
Die Gold-Initiative schliesslich ist eine komplette Fehlkonstruktion. Es ist komplett widersinnig, die Nationalbank zum Kauf von Gold zu zwingen, das sie nie mehr verkaufen darf. Was nützt ein Notgroschen im Tresor, wenn man ihn im Falle einer Krise nicht verwenden kann? Das ist als ob man einen Feuerlöscher im Haus hat, der im Brandfall nicht benutzt werden kann. Die Initiative zwängt die Nationalbank in ein enges Korsett und macht diese handlungsunfähig. Das wäre fatal für die Schweizer Volkswirtschaft.

Darum sagt die CVP 3 x Nein am 30. November!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und freundliche Grüsse

Christophe Darbellay
Präsident CVP Schweiz