01.12.2016 / Artikel / /

Unternehmenssteuerreform III: Stärkung des Mittelstandes durch Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen

CVP-Landrat Simon Oberbeck reichte in der heutigen Sitzung das Postulat „Unternehmenssteuerreform III: Stärkung des Mittelstandes durch Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen“ ein. Der Regierungsrat wird damit beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie sich eine Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen im Rahmen der Unternehmenssteuerreform III um 50, respektive 100 Franken auswirken würde.

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Die Unternehmenssteuerreform III ist ein zentrales Instrument für einen attraktiven Wirtschaftsstandort. Der Kanton Basel-Landschaft steht im Wettbewerb zu anderen Kantonen und hat bei den Unternehmenssteuern Aufholbedarf. Gute Rahmenbedingungen für Unternehmen sind essentiell, wenn der Kanton neue Firmen in das Baselbiet locken will. Die Reform führt aber auch zu Mindereinnahmen beim Kanton und den Gemeinden, was wiederum den Druck auf ausgaben- und einnahmenseitige Massnahmen steigern dürfte.

Der Mittelstand ist ein wichtiges Rückgrat unserer Gesellschaft. Erwerbstätige Familien werden mit dem heutigen Steuersystem überproportional stark belastet. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten, müssen viele mittelständische Familien substantielle Einbussen hinnehmen. Um die Kaufkraft des Mittelstandes zu erhöhen sind die Kinder- und Ausbildungszulagen moderat zu erhöhen. Bei den Kinderzulagen von CHF 200 auf CHF 250/300 und bei den Ausbildungszulagen von CHF 250 auf CHF 300/350. Es ist ein wichtiges Signal, dass sowohl die Bevölkerung und die Unternehmen von dieser Reform profitieren.

Diese Massnahme wird zweifelsohne zu weiteren Mehrausgaben führen, jedoch ist für den Erfolg der Vorlage zur Unternehmenssteuerreform III entscheidend, dass die Bevölkerung ebenfalls direkt davon profitiert.