26.04.2018 / Communiqués / Wirtschaft / ,

CVP-Wirtschaftsanlass 2018: Steuervorlage 2017 – Chance und/oder Risiko?

Am gestrigen öffentlichen Wirtschaftsanlass der CVP BL wurde mit der Steuervorlage 2017 ein wichtiges Thema angesprochen, das sowohl den Kanton, die Gemeinden, als auch Grosskonzerne und KMU betrifft. Finanzdirektor Dr. Anton Lauber vermochte mit seinem Einführungsreferat, die Grundlage für ein angeregtes Gespräch im anschliessenden Panel zu schaffen. Die Panel-Teilnehmenden gemeinsam mit der CVP BL sind dezidiert der Meinung, dass die SV 17 schnellstmöglich umgesetzt werden muss, damit die Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben.

Parteipräsidentin Brigitte Müller-Kaderli durfte gestern die anwesenden Mitglieder und Gäste aus Politik und Wirtschaft im Kulturhotel Guggenheim willkommen heissen. Nach der Begrüssung übergab sie das Wort an CVP Regierungsrat Dr. Anton Lauber, der mit einem spannenden Referat in das Thema des Abends einführte. Dabei zeigte er auf, welche Änderungen an der ehemaligen USR III vorgenommen wurden und welche Auswirkungen die Vorlage auf Wirtschaft, Kanton und Gemeinden hat.

Neben Regierungsrat Dr. Anton Lauber nahmen Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter, Dr. Thomas Früh (CEO der BACHEM Holding AG), sowie Thomas Kübler (Leiter Standortförderung BL) beim anschliessenden Panel teil. Moderator Heiner Leuthardt, ehemals Bz, führte durch ein interessantes und angeregtes Gespräch, bei dem diverse Aspekte der Steuervorlage 2017 diskutiert und erläutert wurden.
Mehrfach herausgestrichen wurde, dass die ansässigen KMU und internationalen Firmen das rasche politische Vorgehen der nationalen Akteure ausgesprochen unterstützen, damit endlich wieder eine Planungs- und Rechtssicherheit gewährleistet ist. Weiter wurde erläutert, dass die Reduktion des Gewinnsteuersatzes insbesondere im Vergleich mit anderen Kantonen interessant ist, weil der Kanton BL mit dieser Vorlage wettbewerbsfähig bleibt. Es wurde betont, dass es zwar Steuermindererträge geben werde, jedoch diese sich ebenso positiv auf den Werkstandort Schweiz auswirken können, da diese wiederum reinvestiert werden. Wie Regierungsrat Anton Lauber ausführte, ist die ab 1.1.2020 geltende Steuerverordnung bereits in einer Prognose im Finanzplan eingestellt.
Für die in Baselland ansässigen Firmen, insbesondere für die KMU, seien vor allem die Abzüge für Forschung & Entwicklung wichtig, die in dieser Steuervorlage enthalten ist. Von der Patentbox werden eher Kantone wie Basel-Stadt oder Zürich profitieren. Doch aufgrund des Finanzausgleichs komme dies schlussendlich auch anderen Kantonen indirekt zugute.
Es wurde deutlich, dass die neue Steuervorlage 2017 von allen Anwesenden positiv aufgenommen wird. Kritik wurde einzig an der Erhöhung der Familienzulagen geäussert, welche nicht in eine Steuervorlage passen würde. Die Panel-Teilnehmenden waren jedoch der Meinung, dass man bereit sei, diesen Kompromiss einzugehen, damit die Vorlage mehrheitsfähig ist und im nationalen Parlament durchkommt.
Somit wurde am gestrigen Abend klar, dass die Steuervorlage 2017 eine gute Lösung für die Wirtschaft darstellt. Von den Vorteilen der Vorlage profitieren auch alle Bürgerinnen und Bürger. Bei Annahme der Steuervorlage 17 bleiben ihre Steuerbelastungen auf dem heutigen Niveau. Auch teilen die Gäste und die CVP BL die Meinung, dass die SV 17 so rasch wie möglich umgesetzt werden soll, denn nur so können hiesige Unternehmungen im internationalen Wettbewerb mithalten.

Die CVP Basel-Landschaft dankt Elisabeth Schneider-Schneiter, Dr. Anton Lauber, Dr. Thomas Früh und Thomas Kübler für ihre Teilnahme am Wirtschaftsanlass, sowie Heiner Leuthardt für die gute Moderation des Panels. Sie hofft, mit diesem Anlass dazu beigetragen zu haben, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, sowie die direkt Betroffenen über diese neue Vorlage zu informieren und deren Bedeutung für den Kanton und die Wirtschaft aufzuzeigen.

         

Fotograf: Patrik Hänggi