26.09.2018 / Communiqués / / ,

Zur nächsten Bundesrätin, oder Bundesrat…

Es wird schon länger diskutiert, beziehungsweise spekuliert, wer für Doris Leuthard nachrücken könnte. Nun hat Johann Schneider-Amman seinen Rücktritt gestern bekannt gemacht. Die Spekulationen laufen auf Hochtouren. Die Hauptfrage scheint «Welche Frau wird die Quote erfüllen» zu sein. Für die CVP Frauen Basel-Stadt und Basel-Landschaft ist der aktuelle Diskurs in den Medien über weibliche Kandidatinnen grotesk und beschämend.

Die Medien spekulieren gerne und jeder möchte es zuerst wissen: Wer wird nächste Bundesrat/rätin. Bis vor 24 Stunden stand die mögliche Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard im Vordergrund. Ein paar Namen wurden ständig erwähnt – für unsere Region wäre Elisabeth Schneider-Schneiter die beste Kandidatin. Nun hat aber Bundesrat Johann Schneider-Amman seinen Rücktritt bekannt gegeben – die Spekulationen auf der/die Nachfolger laufen wieder auf Hochtouren. Dabei wird vor allem Ständerätin Karin Keller-Sutter (FDP) erwähnt, dies aufgrund ihrer langjährigen politischen Erfahrung und Kompetenz – von der Gemeinderätin zur Regierungsrätin bis zur Ständeratspräsidentin. Wenn man aber die Medien liest (vor allem heutige bz-Artikel «Schneiders Chancen sind gesunken», aber auch in der BaZ) könnte man meinen, diese Eigenschaften spielen gar keine so wichtige Rolle. Elisabeth Schneider-Schneiter, Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission, hat ebenfalls politisches Know-how, Kompetenz und vieles mehr zu bieten. Wie aber wird das in den Medien bewertet? Sie sind Frauen und würden eine Quote erfüllen – so die herabwürdigenden Aussagen in den Artikeln.

Der aktuelle medialer Umgang mit Frauenkandidaturen für den Bundesrat ist beschämend und grotesk. Laut der Logik des bz-Artikels vom 26. September «Schneiders Chancen sind gesunken» müsste die CVP gar keine Frau präsentieren, wenn die FDP eine Bundesrätin wählt. Super, wir könnten mit gutem Gewissen Männer nominieren. Bei solchen Aussagen ist es kein Wunder, dass wir immer noch über die Gleichstellung der Geschlechter reden müssen. Was hat denn eine Frauenkandidatur bei der FDP mit der Nachfolge von Doris Leuthard zu tun? Die richtige Antwort ist: ganz und gar nichts.

Die CVP Frauen Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind der Meinung, dass jede Partei immer die beste Kandidatin, den besten Kandidaten nominieren sollte – ob Frau oder Mann – im Wissen, dass es viele sehr kompetente Frauen mit viel politischer Erfahrung gibt, welche seit langem viel mehr leisten als nur eine Quote zu erfüllen. Der Diskurs muss sich endlich umwandeln von «Wenn wir eine Frau haben, dann ist keine weitere nötig» zu «Was hat sie zu bieten und wäre sie eine gute Kandidatin». Fakt ist, Elisabeth Schneider-Schneiter und Karin Keller-Sutter haben Profil – oft mehr als andere Parteikollegen – Quote hin oder her. Zudem sollten sich unsere Regionaljournalisten über eine Nomination aus der Region freuen und entsprechend auch unterstützend schreiben.

 

Kontakt

Beatrice Isler
Präsidentin CVP Frauen Basel-Stadt
beatriceisler@yahoo.de
+41 79 759 78 77

Brigitte Müller-Kaderli
Präsidentin CVP Basel-Landschaft
brigitte.muellerkaderli@cvp-bl.ch
+41 79 601 95 79